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07.07.2010

Insolvenzverfahren für Jazz Radio eröffnet - Gespräche mit potenziellen Investoren

Infosat vom 07. Juli 2010

Das Amtsgericht Charlottenburg hat das Insolvenzverfahren für die Jazz Radio und Verlag GmbH eröffnet. Zum Insolvenzverwalter bestellte es Rechtsanwalt Christian Graf Brockdorff aus der Sozietät BBL Bernsau Brockdorff Lautenbach Insolvenz- und Zwangsverwalter, teilte der Insolvenzverwalter am 7. Juli mit.

Der Sendebetrieb von Jazz Radio 101,9, einem auf Mainstream-Jazz spezialisierten Berliner Hörfunksender, laufe vorerst uneingeschränkt weiter. "Wir verhandeln zur Zeit mit einigen potentiellen Investoren, die Jazz Radio übernehmen möchten", erklärt Graf Brockdorff. Er sei zuversichtlich, die Verhandlungen zu einem positiven Ende führen zu können.

Das letzte Wort habe mit der Neuvergabe der Lizenz dann jedoch die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB). Inhaberin der Lizenz - und damit der Sendeerlaubnis - ist die Jazz Radio und Verlag GmbH. Es werde beabsichtigt, einen Gläubigerausschuss einzusetzen, der gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter über die Rückgabe der Lizenz an die MABB entscheidet. Dann könne die Neuausschreibung der Lizenz erfolgen, hieß es weiter.

Die Jazz Radio und Verlag GmbH sei durch den starken Rückgang der Werbeeinnahmen in eine finanzielle Schieflage geraten und hatte im Mai 2010 Insolvenzantrag gestellt. Der Sender hatte 2003 schon einmal Insolvenz anmelden müssen.