Immobilien-Zeitung vom 10. November 2011
Von Christoph von Schwanenflug
Acht Immobilien der insolventen Secur-Gruppe werden verkauft. Die Bank Wells Fargo hat sich gegen eine Zwangsversteigerung entschieden. Im Angebot sind vor allem Einzelhandelsimmobilien.
Im Oktober 2010 hatte die Wiesbadener Fondsgesellschaft Secur zusammen mit acht Objektgesellschaften Insolvenz angemeldet, nun werden diese acht Gebäude verkauft. Insolvenzverwalter Georg Bernsau von der Kanzlei BBL hat von der Gläubigerbank Wells Fargo die Zustimmung zum freihändigen Verkauf bekommen. Somit kommt es nicht zu einer Zwangsversteigerung.
Der Bank liegen zwei Verkaufskonzepte vor, die von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften stammen. BBL hat beim Verkauf der Immobilien allerdings den Hut auf. Secur investierte in Einzelhandelsimmobilien, indem das Unternehmen für seine zumeist ausländischen Anleger auf dem Zweitmarkt Anteile an geschlossenen Immobilienfonds kaufte. Die Objektgesellschaften waren nicht mehr liquide, was wiederum mit der Insolvenz der dänischen Bank Eik Banki zusammenhing.
Zum Verkauf stehen die Obermarkt-Passage in Minden, ein Fachmarktzentrum in Rheine, das Geschäftshaus Kennedy-Brücke in Bonn, ein Möbelmarkt in der Schönseer Straße in Nürnberg, die Marktpassage Bielefeld, ein Einkaufszentrum in Radevormwald, ein Shoppingcenter in Konstanz und ein Gebäude in Buchholz.