18.05.2016 | Resort Schwielowsee: Der Insolvenzverwalter teilt mit

Veräußerungsprozess noch nicht abgeschlossen – Betreibergesellschaft führt Hotelbetrieb erfolgreich fort – Mitarbeiteranzahl gestiegen

Potsdam, 18.05.2016. Der Veräußerungsprozess, der in Abstimmung mit Hauptgläubigerbank, Gläubigerausschuss und Insolvenzverwalter durch ein externes Beratungsunternehmen durchgeführt wird (Ernst & Young Real Estate GmbH) hat bislang kein adäquates zuschlagsfähiges Angebot hervorgebracht. Entweder sind die Angebote zu niedrig oder aber sie stehen nicht im Einklang mit den Ausschreibungsvorgaben.

Deshalb wird der Veräußerungsprozess fortgesetzt und geht in eine zweite Runde. Die Veräußerung wird weiterhin exklusiv von der Ernst & Young Real Estate GmbH durchgeführt. Dritte Personen haben weder in der Vergangenheit noch werden sie in Zukunft Verkaufsverhandlungen führen. Eine Veräußerung wird erfolgen, sobald ein Bieter identifiziert ist, der insgesamt ein Angebot abgibt, das für Hauptgläubigerbank, Gläubigerausschuss und Insolvenzverwalter akzeptabel ist. Dies ist bislang nicht der Fall. Vorgaben für die künftige Nutzung des Resorts werden im Veräußerungsprozess nicht gemacht. Die öffentlich-rechtliche Genehmigungslage ist aber eindeutig und spricht mit hoher Wahrscheinlichkeit für einen Weiterbetrieb als Hotelbetrieb in der bisherigen Form.

Der laufende Geschäftsbetrieb ist mit 82 Arbeitnehmern und 11 Auszubildenden bereits zum 1. Dezember 2015 von einer Betreibergesellschaft (Resort Schwielowsee Betriebsgesellschaft mbH) übernommen worden, die den Hotelbetrieb seitdem auf eigene Rechnung unabhängig von dem Insolvenzverfahren auf Grundlage eines mit der Hauptgläubigerbank und dem Gläubigerausschuss abgestimmten Nutzungsvertrages erfolgreich betreibt. Deshalb hat der Zeitpunkt der Veräußerung auf den laufenden Geschäftsbetrieb keinen Einfluss. Die Hotelbetriebsgesellschaft hat seit Übernahme des Geschäftsbetriebes keine Mitarbeiter entlassen, sondern vielmehr 15 Mitarbeiter zusätzlich eingestellt. Der Hotelbetrieb läuft erfolgreich. Es besteht also weder für die Arbeitnehmer noch für Kunden oder Lieferanten Grund zur Sorge.

Der Insolvenzverwalter hat den Gläubigerausschuss am 18. Mai 2016 in einer Gläubigerausschusssitzung über die aktuelle Situation, insbesondere über den Stand des Veräußerungsprozesses und das von ihm beabsichtigte weitere Vorgehen, umfassend informiert. Er geht momentan davon aus, dass der Veräußerungsprozess bis zum Jahreswechsel seinen Abschluss gefunden haben wird.

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