01.12.2016 | Häusliche Kranken- und Altenpflege „Albert Schweitzer“ auf dem Weg der Sanierung – Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet

Der Pflegebetrieb läuft uneingeschränkt fort. Das Unternehmen soll mittels Insolvenzplan saniert werden.

Die Sanierung der Häuslichen Kranken- und Altenpflege „Albert Schweitzer“, Inhaber Herr Attila Hartleib, geht weiter voran. Das Insolvenzgericht Chemnitz hat mit Beschluss vom 01.12.2016 das Insolvenzverfahren eröffnet und zugleich die beantragte Eigenverwaltung angeordnet. Die Eröffnung des Verfahrens in Eigenverwaltung beschließt das Gericht nur dann, wenn das Unternehmen realistische Chancen auf eine nachhaltige Sanierung und eine Fortführung hat. Mit dem Verfahren soll der im Raum Chemnitz tätige Pflegedienstbetrieb wieder wettbewerbsfähig werden. Zu den Besonderheiten der Eigenverwaltung zählt, dass der Restrukturierungsprozess eigenständig durch den Unternehmer durchgeführt werden kann. Unterstützt und beraten wird der Einzelunternehmer, Herr Attila Hartleib, von der auf Sanierungs- und Restrukturierungsberatung spezialisierten Kanzlei Buchalik Brömmekamp Rechtsanwälte Steuerberater aus Berlin. Zudem hat das Amtsgericht Chemnitz Herrn Rechtsanwalt Dr. Florian Linkert aus Berlin als Sachwalter bestellt. Herr Rechtsanwalt Dr. Linkert war bereits während des Eröffnungsverfahrens als vorläufiger Sachwalter eingesetzt. Der Sachwalter übernimmt eine Aufsichtsfunktion und hat darüber hinaus die Aufgabe, die wirtschaftliche Lage des Unternehmers zu überwachen. Der Pflegebetrieb läuft auch im eröffneten Verfahren unverändert weiter.

Vorrangiges Ziel nach der Antragstellung und Anordnung der vorläufigen Eigenverwaltung durch das Insolvenzgericht am 12.10.2016 war es, die Vertragspartner von der geplanten Sanierung zu überzeugen und sie für eine weitere Zusammenarbeit zu gewinnen. Dies ist gelungen. Alle Vertragspartner stehen weiterhin zum Unternehmen. Der Pflegebetrieb konnte auch nach Bekanntwerden des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung weiter gehalten und mithilfe der 35 Mitarbeiter in der gewohnt guten Qualität gewährleistet werden.

Bereits seit Antragstellung hat die Geschäftsführung gemeinsam mit den Beratern Sanierungsansätze erarbeitet und umgesetzt, welche die Fortführung des Unternehmens ermöglichen. In den nächsten Wochen wird zudem ein Insolvenzplan ausgearbeitet, welcher nicht nur den Weg des Unternehmens aus der Krise, sondern auch die bestmögliche Gläubigerbefriedigung zum Ziel hat. Auf diese Weise soll die Pflege der Patienten sichergestellt und die insgesamt 35 Arbeitsplätze erhalten werden. Dem Insolvenzplan müssen sodann die Gläubiger und das Gericht zustimmen.

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