28.02.2017 | Auctionata schließt

Berlin, 28.02.2017. Die Auctionata Paddle8 AG wird nach dem vorläufigen Insolvenzverfahren den Betrieb der deutschen Muttergesellschaft aufgeben, da kein Investor für eine Fortführung gefunden werden konnte.

Der vorläufige Insolvenzverwalter, Christian Graf Brockdorff, hat daher – in Abstimmung mit dem vorläufigen Gläubigerausschuss – die Vorbereitungen für eine Betriebsstilllegung eingeleitet, die nach dem 1. März im Rahmen des Insolvenzverfahrens auf den Weg gebracht werden soll.

Graf Brockdorff, Namenspartner bei BBL Bernsau Brockdorff Insolvenz- und Zwangsverwalter GbR, einer der führenden Spezialisten für Sanierung und Insolvenz in Deutschland, bedauert diese Entwicklung, sieht aber keine Alternative dazu.

Dank der engagierten Arbeit des Sanierungs-Vorstands Thomas Hesse und dessen Team sei es zwar gelungen, die verlustbringenden Töchter Paddle8 in den USA und Value-my-Stuff in Großbritannien zu veräußern und deren Fortbestand zu sichern. Auch habe man durch Personalanpassungen die laufenden monatlichen Kosten in Deutschland massiv gesenkt. Brockdorff: „Da sind alle notwendigen Schritte gemacht worden.“ Doch habe am Ende die Bereitschaft auf Investorenseite gefehlt, die notwendige Finanzierung für die insolvente deutsche Gesellschaft in ausreichendem Umfang bereitzustellen.

Die rund 170 Mitarbeiter in Berlin wurden über die Entwicklung informiert. Es werden rund 35 Mitarbeiter im Unternehmen verbleiben, um die Abwicklung zu begleiten. Thomas Hesse, der erst im Herbst 2016 die Position des Chief Executive Officers (CEO) der Auctionata Paddle8 AG von Gründer Alexander Zacke übernommen hat, beendet seine Tätigkeit als Sanierungs-Vorstand. Brockdorff: „Thomas Hesse und sein Team um CFO Lucas Hülsmann haben den Insolvenzantrag rechtzeitig gestellt und rasch wichtige Sanierungserfolge erzielt. Mit Paddle8 in New York und Value-my-Stuff in London geht es weiter. Trotz der überzeugenden Arbeit des neuen Management Teams sowie der neu aufgesetzten strategischen Ausrichtung der deutschen Gesellschaft gelang es am Ende nicht, in dem sehr knappen Zeitrahmen die notwendigen Mittel für eine Fortführung der Aktivitäten in Berlin zu sichern. Ich bedanke mich auch ausdrücklich bei allen Mitarbeitern, die in dieser sehr schwierigen Gesamtsituation zum Unternehmen gestanden haben.“

Das Team um Graf Brockdorff prüft gegenwärtig noch Möglichkeiten der Veräußerung von erhaltenswerten Betriebsteilen in Deutschland.

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