Unternehmen der RT Gruppe stellen Insolvenzanträge

Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter – Löhne und Gehälter für drei Monate über Insolvenzgeld gesichert – Geschäftsführer strebt Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung an

Leipzig, den 06.04.2011: Für die Reprotechnik Beteiligungsgesellschaft mbH, die RT Reprotechnik.de GmbH, die PAVLU Kopie-Druck-Repro Gesellschaft m.b.H. und die RT Druckwerkstätten GmbH hat ihr Geschäftsführer Dr. Christian Heintze Insolvenzanträge gestellt. Als vorläufigen Insolvenzverwalter für die vier Unternehmen bestellte das Amtsgericht Leipzig Rechtsanwalt Michael Schoor von der Kanzlei PLUTA Rechtsanwalts GmbH.

Am 18. März 2011 hatte die Gesellschafterversammlung Rechtsanwalt Dr. Heintze zum neuen Geschäftsführer mehrerer Unternehmen der RT Gruppe ernannt. Nach Prüfung der Geschäftslage stellte er die Insolvenzanträge.

Die Löhne und Gehälter der knapp 250 betroffenen Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld für die Monate März bis Mai gesichert. Der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt in allen Filialen weiter. „Der vorläufige Insolvenzverwalter und ich arbeiten gemeinsam daran, die Unternehmen wieder fit zu machen für die Anforderungen des Marktes. Unser Ziel ist die dauerhafte Fortführung der betroffenen Firmen der RT Gruppe in einem stark umkämpften Marktumfeld“, erläutert Dr. Heintze. Als ersten Schritt führen sie zur Zeit zahlreiche intensive Gespräche mit Lieferanten, Dienstleistern und Banken. „Die Fortführung des Geschäftsbetriebes mit Unterstützung der Lieferanten, Dienstleister und Banken ist das Hauptziel des vorläufigen Insolvenzverfahrens“, ergänzt Rechtsanwalt Schoor.

Rechtsanwalt Dr. Heintze hat mit den Insolvenzanträgen auch Anträge auf Anordnung der Eigenverwaltung gestellt. Stimmt das Insolvenzgericht diesen zu, gehen wesentliche Pflichten des Insolvenzverwalters auf den Geschäftsführer über. Es wird dann außerdem ein Sachwalter bestellt, der die Einhaltung der insolvenzrechtlichen Pflichten kontrolliert. Die Entscheidung des Amtsgerichtes erwarten Dr. Heintze und Rechtsanwalt Schoor für Ende Mai oder Anfang Juni 2011. Anschließend wird den Gläubigern ein Insolvenzplan zur Abstimmung vorgelegt. „Wenn die Gläubiger dem Insolvenzplan zustimmen, ist eine deutliche Verfahrensverkürzung möglich“, erläutert Heintze. Geplant ist der Abschluss des Insolvenzverfahrens noch für das Jahr 2011.

Die RT Gruppe mit Sitz in Leipzig ist einer der größten Reprografie-Dienstleister Deutschlands. Mit der PAVLU Kopie-Druck-Repro-Gesellschaft m.b.H. ist die RT Gruppe auch am österreichischen Markt aktiv. In der Unternehmensgruppe, die zahlreiche Dienstleistungen im Bereich Print anbietet, arbeiten rund 250 Mitarbeiter in 30 Filialen.

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