Erstes Schutzschirmverfahren in Berlin-Brandenburg erfolgreich

Sachwalter sieht gute Chancen auf nachhaltige Sanierung der NextiraOne GmbH

Potsdam, 01. Juni 2012: Der ITK-Dienstleister NextiraOne Deutschland GmbH kann jetzt mit der Umsetzung seines in den vergangenen Wochen erarbeiteten Sanierungsplanes beginnen. Der heute ergangene Eröffnungsbeschluss des Amtsgerichts Potsdam nach § 27 der Insolvenzordnung sieht auch die Weiterführung der Eigenverwaltung vor. Als Sachwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Christian Graf Brockdorff, Partner der BBL Insolvenz- und Zwangsverwalter GbR.

Das Unternehmen hatte wegen drohender Zahlungsunfähigkeit ein so genanntes Schutzschirmverfahren durchlaufen. Der „Schutzschirm“ bietet Unternehmen, die in eine finanzielle Schieflage geraten sind, die Möglichkeit, unter Aufsicht von Gericht und vorläufigem Sachwalter eine Sanierung in Eigenverwaltung vorzubereiten. Die Möglichkeit des Schutzschirmverfahrens wurde mit dem Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) am 1. März 2012 in das Insolvenzrecht eingeführt. Bundesweit gibt es seither erst einige wenige solcher Verfahren. In Berlin-Brandenburg ist der Telefonie- und Netzwerkspezialist NextiraOne GmbH der erste Fall.

Das neue Verfahren unter ESUG kommt den Interessen aller Beteiligten zugute. So stärkt es auch die Einflussmöglichkeiten der wesentlichen Gläubiger. „Das Unternehmen hat während des Schutzschirmverfahrens und auch jetzt sehr viel Unterstützung und Zustimmung der Gläubiger bekommen“, betont Graf Brockdorff. Darüber hinaus stünden die Kunden und Partner konsequent zum Unternehmen und setzten ihre Zusammenarbeit mit NextiraOne fort. „Dies sind wichtige Faktoren, die zu einer gelungenen Sanierung des Unternehmens beitragen“, so Graf Brockdorff weiter. „Mit dem vorliegenden Restrukturierungskonzept kann die NextiraOne neu aufgestellt und zukunftsfähig gemacht werden.“

NextiraOne bietet Kommunikationsservices und -lösungen inklusive Planung, Installation, Wartung und Support. In der deutschen Landesgesellschaft sind rund 800 Mitarbeiter tätig, davon etwa 300 am Hauptsitz in Teltow.

BBL ist eine auf Insolvenzrecht spezialisierte Kanzlei mit ausgeprägter Beratungs- und Verwaltungskompetenz. Als weitere besondere Expertise kommt die Zwangsverwaltung von Immobilien hinzu. BBL verfügt über umfangreiche Erfahrung in komplexen Insolvenzplanverfahren und durch zahlreiche grenzüberschreitende Fälle über einen starken internationalen Bezug. Rund 40 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte arbeiten an mehr als 30 Standorten, überwiegend in wichtigen Wirtschafts- und Finanzzentren.

Weitere Informationen: www.bbl-law.de

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