Festival Mitte Europa findet in diesem Jahr nicht statt

Finanzierung im laufenden Insolvenzverfahren nicht möglich – Trägerverein wird aufgelöst

Chemnitz, 03.05.2016. Das Festival Mitte Europa, das in diesem Sommer zum 25. Mal veranstaltet worden wäre, findet nicht statt. Ebenso wird der Trägerverein Mißlareuth 1990. Mitte Europa e. V., der im März 2016 Insolvenz angemeldet hatte, nicht mehr tätig sein. Die sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben bereits ihre Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt erhalten.

Der Plan, das Festival trotz Insolvenzverfahren mit einem reduzierten Angebot stattfinden zu lassen, ließ sich nicht realisieren. Zum einen war die Zeit deutlich zu knapp, um ein Programm einschließlich der Verpflichtung zahlreicher Künstler zu koordinieren und umzusetzen. Zum anderen erlaubte das laufende Insolvenzverfahren letztlich nicht die notwendige Finanzierung der Veranstaltung.

„Das Festival im Dreiländereck Sachsen – Böhmen – Bayern hat eine große Strahlkraft“, stellt Insolvenzverwalter Dr. Christian Heintze von der bundesweit tätigen Insolvenzverwalterkanzlei BBL Bernsau Brockdorff fest. „Es gibt daher auch bereits erste vorsichtige Überlegungen, es wieder zu beleben.“ Allerdings werde es noch ein wenig dauern, bis sich hier etwas konkretisiere.

Der Trägerverein des Festivals Mitte Europa mit Sitz in Plauen war schon vor einiger Zeit in finanzielle Schieflage geraten. Anfang März 2016 stellte der Verein beim Amtsgericht Dresden Insolvenzantrag. Inzwischen ist das Insolvenzverfahren beim Amtsgericht Chemnitz anhängig. Dieses hat das Verfahren am 26. April 2016 eröffnet.

Bereits vor dem Insolvenzantrag zogen sowohl die Bayerische Staatsregierung als auch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst die finanzielle Unterstützung des Festivals für dieses Jahr zurück.

BBL ist eine auf Insolvenzrecht spezialisierte Kanzlei mit ausgeprägter Beratungs- und Verwaltungskompetenz. Als weitere besondere Expertise kommt die Zwangsverwaltung von Immobilien hinzu. BBL verfügt über umfangreiche Erfahrung in komplexen Insolvenzplanverfahren und durch zahlreiche grenzüberschreitende Fälle über einen starken internationalen Bezug. Rund 50 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte arbeiten an mehr als 30 Standorten, überwiegend in wichtigen Wirtschafts- und Finanzzentren.
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