Sanierung der Röder-Präzision GmbH erfolgreich

Gläubiger stimmen dem Insolvenzplan einstimmig zu

In einer Sitzung beim Amtsgericht Offenbach am Main am 27.09.2016 wurde der von der Insolvenzverwaltung erarbeitete und mit den meisten Gläubigern im Vorfeld abgestimmte Insolvenzplan vor Gericht umfangreich erörtert. Die abstimmungsbereiten Insolvenzgläubiger haben in allen Gruppen dem Insolvenzplan einstimmig zugestimmt; kein Gläubiger hat sich gegen den Insolvenzplan ausgesprochen. Das Amtsgericht Offenbach hat den Insolvenzplan am Ende der Sitzung bestätigt. Nach Ablauf der 14tägigen Rechtsmittelfrist kann das Insolvenzverfahren damit aufgehoben werden.

Geschäftsleitung und Insolvenzverwaltung sind sich einig, dass damit ein erfolgreicher Schlusspunkt unter die umfangreiche Sanierungstätigkeit gesetzt werden konnte. Herr Rechtsanwalt Dr. Georg Bernsau erklärte: „Ich bin außerordentlich froh, dass der Sanierungsweg durch einen zwar recht komplizierten, aber letztlich erfolgreichen Insolvenzplan vollständig umgesetzt werden konnte“.

Der Insolvenzplan sieht einen vollständigen Erhalt des Unternehmens Röder vor. Zudem sind die Geschäftsanteile auf einen Treuhänder übertragen worden, der mit einem ausreichenden Zeitumfang sich nun bemüht, Investoren für das Unternehmen zu finden. Röder ist durch den Insolvenzplan in seinen Kernkompetenzen gestärkt worden, eine Ausweitung seiner Geschäftstätigkeit ist allerdings nur mit einem Investor möglich. Die Grundlagen, die Geschäftsleitung und Insolvenzverwaltung durch den Insolvenzplan geschaffen haben, zeigen ein klar strukturiertes und fokussiertes Unternehmen, das nunmehr ohne die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Vergangenheit wieder ein wichtiger Spieler in seinem Marktbereich ist.

Das Insolvenzverfahren wurde durch einen Eigenantrag am 27.11.2015 begonnen. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten der Eigenverwaltung haben einen Betrieb entstehen lassen, der von seinen Vergangenheitsproblemen befreit worden ist. Die Gläubiger haben sich sodann für die Fortführung in einem Regelverfahrens ausgesprochen, um den Sanierungsprozess schneller zu einem Abschluss zu bringen. Die Insolvenzverwaltung hat in Abstimmung mit dem Gläubigerausschuss Anfang September 2016 einen Insolvenzplan eingereicht, über den die Gläubiger dann abstimmen konnten.

Über Röder Präzision GmbH:
Die Röder Präzision GmbH ist ein Systemlieferant für die zivile und militärische Luftfahrtindustrie. Ihre 300 Mitarbeiter, die zum großen Teil in Egelsbach bei Frankfurt beschäftig sind, erbringen Wartungs- und Instandsetzungsleistungen für eine breite Anzahl von Flugzeugen und Flugzeugkomponenten. Das Unternehmen bietet als Hersteller- und Entwicklungsbetrieb für Faserverbundkomponenten und Vereisungsschutzanlagen eine hohe Kompetenz im Bereich der Luftfahrzeugstruktur sowie ein großes Verfahrensspektrum im Bereich der Oberflächenbehandlung von Metallteile für Flugzeugkomponenten.
Röder Präzision GmbH ist ein nach europäischem Luftfahrtrecht zertifizierter Entwicklungs- und Herstellungsbetrieb (EASA Part 21G/J) sowie nach europäischem und US-amerikanischen Luftrecht zertifizierter Instandhaltungsbetrieb (EASA Part 145, FAA 145). Darüber hinaus ist Röder nach ISO und dem Standard der Nato AQAP zertifiziert (ISO 9001:2008 & 9100:2009 and AQAP 130/131).

Über BBL Bernsau Brockdorff & Partner:
BBL ist eine auf Insolvenzrecht spezialisierte Kanzlei mit ausgeprägter Beratungs- und Verwaltungskompetenz. Als weitere besondere Expertise kommt die Zwangsverwaltung von Immobilien hinzu. BBL verfügt über umfangreiche Erfahrung in komplexen Insolvenzplanverfahren und durch zahlreiche grenzüberschreitende Fälle über einen starken internationalen Bezug. Rund 50 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte arbeiten an mehr als 30 Standorten, überwiegend in wichtigen Wirtschafts- und Finanzzentren.

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