Sachstandsbericht 2018 zum Abwicklungsverfahren der Garantie Hebel Plan ’07 GmbH & Co. KG / Abwicklung

Sehr geehrte Damen und Herren,

in meiner Eigenschaft als Abwickler der Garantie Hebel Plan ’07 GmbH & Co. KG i. L. (nachfolgend „GHP07“ oder die „Fondsgesellschaft“) möchte ich Sie unter Bezugnahme auf meinen zuletzt ergangenen Bericht über den aktuellen Sachstand des Abwicklungsverfahrens informieren.

I. Tätigkeitsbericht

In den vergangen Monaten haben mein Team und ich weitere erhebliche Anstrengungen unternommen, um Investitionen der Fondsgesellschaft innerhalb und außerhalb der Ermittlungsakten zu identifizieren und deren Werthaltigkeit zu prüfen. Für die Bearbeitung der jeweiligen Themenkomplexe waren umfangreiche und zeitintensive Prüfungen und Korrespondenz mit Behörden, Gerichten, Prozessvertretern und sonstigen Beteiligten erforderlich.

Unsere Prüfungen haben zwischenzeitlich ergeben, dass ein nicht unerheblicher Teil der Vermögenswerte nicht werthaltig ist und daher nur geringe Erlöse erzielt werden konnten.

Die von uns zum Verkauf platzierten Anlagewerte konnten bisher nicht veräußert werden, da sich für diese keine Käufer gefunden haben.

Die Besonderheit besteht hier leider darin, dass die Anlagewerte nur außerbörslich gehandelt werden können. Gegen den damaligen Vermögensverwalter wird unter anderem die Einleitung eines zivilrechtlichen Verfahrens derzeit geprüft. Gegen eine weitere beteiligte Gesellschaft haben wir eine Klage beim örtlich und sachlich zuständigen Landgericht eingereicht.

Die Verfolgung zivilrechtlicher Ansprüche gegen diverse Verfahrensbeteiligte und Gesellschaften dauert an. Aufgrund der äußerst komplexen Sachverhaltsstruktur werden sowohl die eingeleiteten gerichtlichen Verfahren als auch die rechtlichen Anspruchsprüfungen gegen weitere Verantwortliche voraussichtlich noch längere Zeit andauern. Allerdings muss auch hier darauf hingewiesen werden, dass ein Teil der Forderungen aller Voraussicht nach nicht durchgesetzt werden kann, da sich die Hinweise verdichten, dass wohl kein abschöpfbares Vermögen vorhanden ist. Teilweise wurde über das Vermögen von Anspruchsgegnern zwischenzeitlich das Insolvenzverfahren eröffnet bzw. befinden sich diese im Insolvenzantragsverfahren.

Darüber hinaus haben wir Strafanzeigen gegen damalige Beteiligte gestellt, nachdem unsere Prüfung weitere strafrechtlich relevante Sachverhalte ergeben hat. Aus den nunmehr eingeleiteten Ermittlungsverfahren erhoffen wir uns weitergehende Erkenntnisse, um die Ansprüche der Fondsgesellschaft vor Gericht lückenlos darlegen zu können. Dies ist erforderlich, da wir weiterhin lediglich über einen Teil der anspruchsrelevanten Unterlagen verfügen.

Eine abschließende Feststellung zur Vermögenslage der Fondsgesellschaft kann aufgrund der zugrundeliegenden Sachlage zu diesem Zeitpunkt nicht getroffen werden.

In den folgenden Monaten werden mit Blick auf die rechtshängigen Aktiv- und Passivprozesse sowie auf die Vermögenssituation des Fonds noch erhebliche Arbeiten zu leisten sein. Ziel ist es, die betriebenen Verfahrens zeitnah zu Ende zu bringen. Nichtdestotrotz muss gewährleistet sein, dass unrechtmäßige Vermögensverschiebungen nach Möglichkeit rückgängig gemacht werden, um den Anlegern perspektivisch ein Guthaben auskehren zu können.

II. Weiteres Vorgehen

Im Rahmen meiner laufenden Abwicklungstätigkeit werde ich Sie in den kommenden Monaten über den Fortgang meiner Tätigkeiten über nachfolgenden Link informieren:

https://www.bbl-law.de/verfahren/CIS

Gerne möchte ich betonen, dass wir im Sinne der betroffenen Anleger alle Maßnahmen ergreifen, um das Abwicklungsverfahren in überschaubarer Zeit zu einem Ende bringen zu können. Dennoch muss gewährleistet sein, dass im Rahmen des Möglichen viel Vermögensmasse zu Gunsten der Anleger gesichert wird.

Abschließend möchte ich Sie nochmals höflichst bitten, von persönlichen Anfragen abzusehen. Damit ermöglichen Sie uns ein fokussiertes Arbeiten in der Sache. Für Ihr Verständnis bedanke ich mich.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Dr. Georg Bernsau
Rechtsanwalt
als Abwickler

Frankfurt am Main, den 15.01.2018