Schuhpark Fascies gibt Restrukturierungskonzept bekannt

  • Geschäftsführung informiert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die notwendigen
    Sanierungsmaßnahmen: Bis Mitte des Jahres werden im Zuge der Eigenverwaltung
    18 Filialen geschlossen, die Arbeitsverhältnisse von 150 Beschäftigten wurden
    gekündigt
  • Eine umfangreiche Suche nach einem Investor befindet sich auf der Ziellinie und
    mit einem baldigen Abschluss ist zu rechnen
  • Auf diese Weise kann das Unternehmen mehr als 750 Arbeitsplätze erhalten

Warendorf, 1. April 2019. Die Schuhpark Fascies GmbH aus Warendorf in Nordrhein-Westfalen,
einer der führenden Schuhhändler Deutschlands, hat ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
über den Restrukturierungsplan informiert. Das Konzept zur Neuausrichtung des Unternehmens
ist in den vergangenen Wochen seit Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens
in Eigenverwaltung von Geschäftsführer Bernhard Fascies sowie den beiden in die Geschäftsführung
berufenen Restrukturierungsexperten, Dr. Georg Bernsau und Andres Pantlen von
der Kanzlei BBL, in Abstimmung mit dem gerichtlich bestellten vorläufigen Sachwalter erarbeitet
worden.

Im Zuge der Restrukturierung werden 18 Filialen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und
Schleswig-Holstein mit Auslaufen der Mietverträge, spätestens Mitte des Jahres 2019, geschlossen.
Die Arbeitsverhältnisse von 150 Beschäftigten wurden betriebsbedingt gekündigt.
Dieser Entscheidung ging eine intensive Prüfung der wirtschaftlichen Ausgangssituation und
Profitabilität voraus. „Wir haben in den vergangenen Wochen hart an einer Lösung für den
Erhalt von Schuhpark gearbeitet. Der Entschluss ist uns nicht leichtgefallen. Er ist aber die
beste Möglichkeit, das Unternehmen und mehr als 750 Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern“,
sagt Unternehmensgründer und Geschäftsführer Bernhard Fascies. Zudem wird ein Investor
als Gesellschafter bei Schuhpark Fascies einsteigen, so dass das Unternehmen vollständig erhalten
bleibt. Der umfangreiche Investorenprozess steht kurz vor dem Abschluss.

„Die Schließungen sind ein leider unerlässlicher Schritt, um Schuhpark Fascies zukunftsfähig
aufzustellen“, sagt Rechtsanwalt Dr. Bernsau, der die operative Restrukturierung des Unternehmens
verantwortet. Er wird Anfang April 2019 den Insolvenzplan des Unternehmens beim
zuständigen Amtsgericht in Münster einreichen, auf dessen Grundlage die Gläubiger des
Unternehmens nach der jetzt erfolgten Insolvenzeröffnung über die Restrukturierung zu beschließen
haben. „Wir stehen mit allen wesentlichen Beteiligten in einem intensiven Austausch
und sind sehr zuversichtlich, dass die Gläubiger unserem Kurs folgen werden“, sagt
Geschäftsführer Andreas Pantlen.
Folgende Filialen werden spätestens Mitte des Jahres 2019 geschlossen: Bielefeld im Loom-
Center, Bockum-Hövel, Bremen in der Waterfront, Bremen im Roland-Center, Cloppenburg,
Coesfeld, Ibbenbüren, Kaltenkirchen, Meppen, Münster im Meck‘s, Münster Ludgeristraße,
Neumünster, Westerland sowie Tamaris-Systempartner-Stores in Bremen, Hameln, Lingen,
Oldenburg, Rheine. Der Verkauf läuft auch in diesen Filialen bis auf Weiteres ohne Einschränkungen
weiter.

Hintergrund
Aufgrund einer schwierigen Markt- und Wettbewerbssituation, nicht zuletzt begründet durch
den heißen Sommer 2018 sowie veränderter Rahmenbedingungen wie die zunehmende Abkehr
des Kunden zugunsten des Online-Handels, hatte das Unternehmen entschieden, sich auf
dem Weg der Eigenverwaltung für die Zukunft neu aufzustellen. Den entsprechenden Antrag
auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung hatte die Schuhpark Fascies
GmbH am 9. Januar 2019 gestellt. Das zuständige Amtsgericht hat das Verfahren am 27. März
2019 eröffnet.
Die Schuhpark Fascies GmbH nutzt die seit dem 1. März 2012 geltenden gesetzlichen Möglichkeiten,
die zur Restrukturierung und Sanierung erforderlichen Maßnahmen gezielt eigenverantwortlich
zu erarbeiten und kurzfristig umzusetzen. Unterstützung erhält das Unternehmen
dabei von den erfahrenen Restrukturierungsexperten Dr. Georg Bernsau und Andreas Pantlen
von der überregional tätigen Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff, die in die Geschäftsführung eintreten
sind und die operative Restrukturierung verantworten. Der Münsteraner Rechtsanwalt
und Sanierungsexperte Stephan Michels ist vom Gericht als Sachwalter eingesetzt, um die Geschäftsführung
in der Eigenverwaltung zu überwachen und die Gläubigerinteressen zu wahren.

Weitere Informationen
Schuhpark gehört zu den führenden Schuhhändlern Deutschlands. Das Sortiment beinhaltet
Damen-, Herren- und Kinderschuhe im mittleren Preissegment und richtet sich an modebewusste
Kunden aller Altersklassen, die Wert auf Markenschuhe mit optimalem Preis-Leistungs-
Verhältnis legen.

In Warendorf wird eine Zentrale mit einem hochmodernen Zentrallager betrieben, das als innovatives
Logistiksystem für eine reibungslose Versorgung der Filialen mit den neuesten
Trends der Schuhmode sorgt. Die Schuhpark Fascies GmbH beschäftigt aktuell 900 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein,
davon 116 im Zentrallager sowie der Logistik und 33 in der Verwaltung.
Die Schuhpark Fascies GmbH geht zurück auf das Jahr 1975, als der Firmengründer Bernhard
Fascies sein erstes Schuhgeschäft in einer alten Weberei in Warendorf eröffnet. Weitere Informationen:
www.schuhpark.de

Pressekontakt
FELDMANN Kommunikationsberater
Thomas Feldmann
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