170 Teilnehmer beim 20. Jahreskongress Insolvenzrecht in Potsdam

Zum diesjährigen Jahreskongress Insolvenzrecht kamen am 20. und 21. Juni rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Potsdam zusammen. Die Fachkonferenz wird seit 16 Jahren vom Ostdeutschen Sparkassenverband in Kooperation mit BBL Bernsau Brockdorff veranstaltet. Sie richtet sich übergreifend an Beschäftigte in der Kreditwirtschaft, Rechtsanwälte, Insolvenzverwalter und an Vertreter von Kommunen und Behörden. Das Format erlaubt den offenen Austausch zu Themen der aktuellen Rechtsprechung und den neuesten Entwicklungen im Insolvenzrecht.

Namhafte Referenten aus Rechtsprechung und Praxis berichteten zu folgenden Themen:

  • Aktuelle Rechtsprechung des BGH zum Insolvenzrecht
  • Aktuelles zum Verbraucherinsolvenzrecht und zum P-Konto
  • Insolvency II – Neues Restrukturierungsverfahren
  • Schnittstellen zwischen „präventivem Restrukturierungsrahmen, außergerichtlicher Sanierung und Bankaufsicht“
  • Auswirkungen eines „No-Deal“-Brexits in Sanierung und Insolvenz
  • Insolvenzverfahren 4.0 – Lösungsansätze für ein digitales Insolvenzverfahren

BBL-Partner Dr. Georg Bernsau stellte in seinem Vortrag die EU-weit geplante Einführung des vorinsolvenzlichen Restrukturierungsverfahrens vor. Die Richtlinie, die Sanierungen mit einer Gläubigermehrheit von 75 Prozent ermöglicht, muss bis 2021 in nationales Recht umgesetzt werden – mit großen Folgen für das Insolvenz-, Gesellschafts- und Bankrecht.

Auch Peter Jark von BBL Bernsau Brockdorff blickte in seinem Vortrag über den nationalen Tellerrand hinaus und thematisierte die Auswirkungen eines „No-Deal“-Brexits in Sanierung und Insolvenz. Ein hoch-aktuelles Thema, das bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern großen Anklang fand.