Papier Cordier GmbH saniert Unternehmen in Eigenverwaltung

PRESSEMITTEILUNG

•    Geschäftsbetrieb läuft in vollem Umfang weiter
•    Anwälte von BBL Bernsau Brockdorff unterstützen Geschäftsführung als Generalbevollmächtigte
•    Thomas Rittmeister von Reimer Rechtsanwälte ist vorläufiger Sachwalter
•    Insolvenzgeldfinanzierung sichert Löhne und Gehälter der 228 Mitarbeiter

Bad Dürkheim, 28.10.2019 | Die Cordier Spezialpapier GmbH aus Bad Dürkheim bei Mannheim hat beim Amtsgericht Neustadt an der Weinstraße erfolgreich ein Verfahren zur Sanierung in Eigenverwaltung beantragt. Geschäftsführer Uwe Stief führt das Unternehmen fort. Die Juristen Justus von Buchwaldt und Rouven Quick, Partner der Restrukturierungskanzlei BBL Bernsau Brockdorff, unterstützen ihn als Generalbevollmächtigte. Sie werden insbesondere die verfahrens- und insolvenzrechtlichen Themen koordinieren. Zum vorläufigen Sachwalter hat das Gericht Thomas Rittmeister von der Kanzlei Reimer Rechtsanwälte bestellt. Der Restrukturierungsexperte begleitet und überwacht die Eigenverwaltung.

Der Geschäftsbetrieb des 1836 gegründeten Papierherstellers läuft uneingeschränkt weiter. Die Kunden stützen den Sanierungskurs mit zusätzlichen Aufträgen, die Gehälter der 228 Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit bis Dezember 2019 gesichert. „In der Eigenverwaltung liegt die Chance, unser traditionsreiches Unternehmen wieder zukunftsfähig aufzustellen. Alle Aufträge werden wie geplant durchgeführt,“ sagt Stief.

„In den kommenden Wochen werden wir Gespräche mit allen wesentlichen Beteiligten aufnehmen und einen Restrukturierungsplan erarbeiten“, sagt Justus von Buchwaldt, der bereits zahlreiche Unternehmen erfolgreich bei ihrer Sanierung begleitet hat. „Kontinuität in der Geschäftsführung ist jetzt von zentraler Bedeutung. Denn diese genießt das Vertrauen von Lieferanten und Kunden,“ ergänzt Rouven Quick.

„Das Unternehmen besitzt in der Branche einen hervorragenden Ruf, die Kunden reagieren auf die Sanierungsplanungen durchweg positiv“, ergänzt der vorläufige Sachwalter Rittmeister.

Das Unternehmen mit Sitz in Bad Dürkheim ist Hersteller von technischen und grafischen Papieren sowie von technischen Zellstoffen und verfügt über drei Produktionsstandorte.  Mit seinen grafischen Papieren, die in der Papierfabrik Schleipen gefertigt werden, bietet Cordier ein breites Spektrum hochwertiger Papiere für den Werkdruck (Buchdruck) an. Zellstoffe auf Baumwollbasis, die in der Papierfabrik Cordier in Bad Dürkheim hergestellt werden, werden  in der Illig’schen Papierfabrik bei Darmstadt zu technischen Spezialpapieren weiterverarbeitet. Mit ihren technischen Papieren bedient die Illig’sche Papierfabrik vielfältige Anwendungsfelder in der Technik und Elektronik wie beispielsweise Basispapiere für Schleifscheiben oder Batterieseparatoren. Darüber hinaus beliefert Cordier die Textilindustrie mit technischen Zellstoffen aus Textilabfällen, die zu recycelten Garnen weiterverarbeitet werden. 

Cordier hat im Geschäftsjahr 2018 einen Jahresumsatz von rund 50 Millionen Euro erzielt und beschäftigt an seinen zwei deutschen Standorten 228 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist seit 2017 im Besitz der holländischen Private Equity Gesellschaft VE Partners.

Über BBL Bernsau Brockdorff
BBL Bernsau Brockdorff gehört seit vielen Jahren zu den bundesweit führenden Kanzleien mit klarem Fokus auf Sondersituationen – Restrukturierung, Sanierung und Insolvenz. Mit ca. 200 Mitarbeitern und 50 Anwälten ist die Kanzlei deutschlandweit an mehr als 30 Standorten präsent, zudem gibt es ein Büro in London.  BBL steht für die Begleitung von Restrukturierungsprojekten zur Krisenvorbeugung und für die Beratung im Fall existenzbedrohender Situationen ebenso wie für die Begleitung von Insolvenzverfahren oder Insolvenzen in Eigenverwaltung. Viele der Projekte sind grenzüberschreitend, entsprechend umfassend ist auch das internationale Netzwerk der Kanzlei.

Über Reimer Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft
Reimer Rechtsanwälte ist eine auf das Insolvenz- und Wirtschaftsrecht spezialisierte Kanzlei mit mehr als 70 Mitarbeitern an den Standorten Hamburg, Kiel, Hannover, Flensburg, Frankfurt a.M., Mannheim, Lübeck und Rostock. Die Partnergesellschaft zählt mit neun Insolvenzverwaltern und 22 Rechtsanwälten zu den größten und versiertesten Insolvenzrechtskanzleien in Norddeutschland.  (www.reimer-rae.de). Die internationale Research-Agentur „The Legal 500“ empfiehlt Reimer Rechtsanwälte als „Führende Kanzlei 2018“ für den Bereich Insolvenzrecht.

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